Oberharzer Wasserregal, Entwicklung

Eyecatcher: Herzog Julius der Jüngere besucht das Oberharzer Wasserregal.
Karikatur von Hans-Jürgen Boyke, Goslar/Clausthal.
Quelle: Schmidt, Martin (1997): WasserWanderWege; 1. Auflage: Clausthal-Zellerfeld.

kursiv: Geschichtlicher Rahmen.
Fett: Technische Entwicklung.

um 300:
Nachweis von Buntmetallverhüttung bei Düna/Osterode (archäologische Grabungen in Düna 1985) (Dü)

5/6Jh.:
Bergau am Rammelsberg archäometrisch nachgewiesen. (Dü)

Um 968:
Erwähnung von Silberfunden im Harz, vermutlich Rammelsberg. (Dü)

ca. 1000:
Bau des ersten Wasserlösungsstollens am Rammelsberg ca. 30m über dem Rathstiefsten Stollen.

9.-12.Jh.
Erzgewinnung und Verhüttung im Oberharz (Ausgrabung a(Dü)m ehem. Johanneser Kurhaus a.d. Zellerfelder Gangzug

1009:
Erste Reichsversammlung in Goslar. (Dü)

1096-99:
Erster Kreuzzug. (Dü)

1129:
Gründung des Zisterzienser Klosters Walkenried, Anf. d. 13. Jh. Beteiligung am Harzer Montanwesen z.B. Rammelsberg, Erzverhüttung bei Münchehof b. Seesen. (Dü)

1166:
Zerstörung der Goslarer Gruben und Schmelzhütten durch Heinrich den Löwe. (Dü)

1168:
Harzer Bergleute wandern ins Erzgebirge aus, nachdem man im Raum Freiberg Silbererze entdeckt hatte. (Dü)

um 1150: Auffahren des etwa 1 km langen Ratstiefsten Stollens am Rammelsberg. (Dü)

1199/1200:
Aufnahme des Kupferschieferbergbaus in der Grafschaft Mansfeld. (Dü)

um 1200:
Gründung des Benediktinerklosters Cella im Gebiet der späteren Bergstadt Zellerfeld,
Bergbau auf dem Zellerfelder Gangzug, im Spiegeltal und Silbernaal. (Dü)

1150-1271:
Rathstiefster Stollen am Rammelsberg.

Um 1250:
Teiche u. Gräben im Pandelbachtal zur Erzschmelze.

1250-1348

1250-1348: 1. Abbauperiode im Harz.

Bild: Agricola, Georgius(1556): De re metallica libri XII.

um 1250:
erste Bulgenkunst am Rammelsberg.

1270: Letzter Kreuzzug. (Dü)

1287:
Erste urkundliche Erwähnung des Bergbau im sog. Rupenberg Revier bei St.
Andreasberg (Odertal ?) (Dü)

13. Jh.:
Marien Seiger Hüttengraben (Oker)

1285:
Rammelsberg, zunehmend Wasserprobleme.

1347/13:
Lachter Stollen (Wasserlösung, Zellerfelder Zug)

1348-50:
Schwere Pestepidemien bringen den Harzer Bergbau nahezufür 100 Jahre zum Erliegen. (Dü)

1350-60:
Rammelsberger Bergbau in einer schweren Krise, tiefe Grubenbaue sind abgesoffen.

Kannenkunst.

Bild: Agricola, Georgius(1556): De re metallica libri XII.

14. Jh.:
Oberer Kranicher Teich (Hahnenklee)

Um 1360:
Rammelsberg, Auffahren des alten oberen Wasserlaufs als Zuführung für eine Bulgenkunst

Um 1365:
Auffahren des alten unteren Wasserlaufs als Zuführung zum Feuergezäher Gewölbe.

Um 1365:
Bau des Teiches im „Hilligen Dale“ (Rammelsberg)

um 1480:
Neuer Aufschwung am Rammelsberg nach Sümpfung der Tiefbaue, Goslar blüht auf. (Dü)

1453/56:
Zwei Bulgenkünste am Rammelsberg?

1486/1586:
Bau des Tiefen Julius Fortunatus Stollens (2600m, Wasserlösung, Rammelsberg).

1487:
Erste urkundliche Nachricht vom Bergbau am ,,sanct andrews berges". (Dü)

1492:
Entdeckung Amerikas

1495:
Aufnahme des Straßberger Silberbergbaus. (Dü)

1509:
Annaberger Bergordnung erlassen, diese dient als Vorbild für die spätere Berggesetzgebung im Harz. (Dü)

1514-68:
Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel fördert die Wiederaufnahmne des Bergbaus in seinem Harzteil. (Dü)

1517:
Beginn der Reformation (Martin Luther) (Dü)

1521:
Die Grafen von Honstein erlassen 1. Bergfreiheit für St.Andreasberg, Grube Samson wird aufgenommen. (Dü)

1524:
Herzog Heinrich erläßt erste Bergfreiheit für Grund,Wildemann, Zellerfeld und Lautenthal im wolfenbütteler Harz. (Dü)

1526-30:
Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Goslar und dem Landesherren Herzog Heinrich d.J. um die Rechte am Rammelsberger Bergbau. (Dü)

1524/25:
Großer Bauernkrieg in Thüringen (Thomas Münzer) Schlacht hei Frankenhausen (1525) (Dü)

1527/28:
Bergfreiheit für St. Andreasberg erlassen. (Dü)

1528:
Magdeburger Stollen (Wasserlösung, Iberg Grundner Revier).

1529:
St. Johannes Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg).

1530:
Graben zur Hütte im Bauernholz (Oker).

1530/35:
Zuwanderung von Bergleuten aus dem Erzgebirge in den Oberharz, Aufschwung des Silberbergbaus beginnt aufzublühen. (Dü)

1532:
Zellerfeld erhält Stadtrechte. (Dü)

1533:
Tiefer Fürstenstollen (Wasserlösung, St. Andreasberg).

1534:
St. Jakobsglücker Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg),
Edelleuter Stollen (Wasserlösung, St, Andreasberg).

1535:
19Lachter Stollen (Wasserlösung Zellerfelder Zug).

1536:
Spötter Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg.

1537:
In St. Andreasberg stehen 115 Gruben in Betrieb, dieBergstadt hat 300 Häuser. (Dü)

1494-1551

Bergbau 1494-1551

Bild: Agricola, Georgius(1556): De re metallica libri XII.

1545: Erstes Wasserrad (Grube Wildemann) (Dü)

1548:
Frankenscharrn Stollen (Wasserlöung, Zellerfelder Zug)
erste sicher Belegbare Oberharzer Teiche
(Pfauenteiche, Oberer, Mittlerer, Unterer)

vor 1581

1581: Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Bereits vor 1581 sind die Vorläuferteiche der Pfauenteiche und der Eschenbacher Teiche entstandenn.

1542-47:
Der Schmalkaldische Bund vertreibt Herzog Heinrich und besetzt den Wolfenbüttler Harz. (Dü)

1549:
Tiefer Sachsenstollen (Wasserlösung, Lautental)

um 1550:
Wiederaufnahme des Bergbaus im Grubenhagenschen Teil des Harzes (Bergfreiheit für
Clausthal und Altenau 1554) (Dü)


1550:
St. Annen Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg)

1552:
Riechenberger Vertrag, Rammelsberger Bergbau unter Verfügungsgewalt des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttell. (Dü)

Wunderbarliche-Heintzen-Stollen (Wasserlösung, Wildemann/Spiegeltal)
Tiefer Himlischer Heerzug-Stollen (Wasserlösung, Spiegeltal)

1554:
Stollen (Wasserlöung, Burgstätter Zug)

1556:
Clausthal wird freie Bergstadt

1525

1525: Erste Bergfreiheit im Harz

durch Herzog Julius den Jüngeren (1528-1589) in Bad Grund erlassen. Quelle Bild: Wikipedia.

1559:
Tiefer Schulenberger Stollen (Wasserlösung, Schulenberg)

Vor 1560:
Eulenspiegler Teich (Zellerfelder Zug)

1560:
Beerberger Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg)
Kranicher Graben (Lautenthaler Gefälle)
Herrenwieser Graben (Lautenthaler Gefälle)

1561:
Herzberger Teich am Rammelsberg
St. Erasmus Stollen (Wasserlösung, Bockswiese)
Hüttschentaler Stollen(Wasserlösung, Wildemann)
Oberer Stuffentaler Stollen(Wasserlösung, Wildemann)
Getroster-Julius-Stollen (Wasserlösung, Spiegeltal)

Vor 1563:
Carler Teich (Zellerfelder Zug)

1563:
St. Jürgen Stollen (Wasserlösungsstollen, St. Andreasberg)

1564:
,,Kunst mit dem krummen Zapfen" (Pumpen) am Rammelsberg eingesetzt,
Tiefbaue werden gesümpft,
Lautenthal wird freie Bergstadt. (Dü)

1525-1626

1526-1626: 2. Abauperiode im Harz.

Vor 1565:
Alter Wasserläufer Teich (Zellerfelder Zug)

1565/70:
Floßschleusen im Radauborn
Lautenthaler Kunstgraben
Hahnenkleer Stollen (Wasserlösung, Hahnenklee, ins Granetal)

um1575:
Große Floßschleuse im Radautal

1579:
Kl. u. Gr. Juliusstau gebrochen mit anderen Oberharzer Teichen
Mittlerer Eschenbacher Teich

Neuer Unterer Eschenbacher Teich, überstaut die beiden Teiche:
Alter Mittlerer Eschenbacher Teich
Alter Unterer Eschenbacher Teich

1579

1579: Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Bau des Mittlerer Eschenbacher Teichs.

1580:
Streit zwischen Wolfenbüttelund Grubenhagenüber die Nutzung des Wassers des Zellbachs (Streitkarte)

1581:
Kleiner Juliusstau im Gemkental (Oker)

1581

1581: Streitkarte

eines Wasserrechtsstreites zwischenClausthal im Fürstentum Grubenhagen und Zellerfeld im Fürstentum Braunschweig-Lüneburg. Quelle: Staatsarchiv Dresden.

Vor 1582:
St. Johannis-Stollen (Wasserlösung, Burgstätter Zug)
Baumanns-Stollen (Wasserlösung, St. Andreasberg)

1583:
Oberer Jesu Anfang Stolllen (Wasserlösung, Burgstätter Zug)

1585:
Vollendung des Tiefen Jullus Fortunatus Stollens am Rammelsberg (2,6km lang) (Dü)

1588:
Oberer Haus Herzberger Teich (Haus Herzberger Zug/Burgstätter Zug)
Langer Stollen (Wasserlösungsstollen, Haus Herzberger Zug)

1593:
Übergang der Grafschaft Honstein an Braunschweig-Grubenhagen, das Andreasberger Bergamt wird dem Clausthaler Berghauptmann unterstellt, neue eingeschränkte Bergordnung tritt in Kraft. (Dü)

1596:
Aussterben der Herzöge von Grubenhagen, St. Andreasberg kommt zu Wolfenbüttel, nach 1617 zu Lünehurg;
die Pest wütet in St. Andreasberg. (Dü)

1588

1588: Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Bau des Oberer Haus Herzberger Teich; sowie des Vorläufers des Langen Graben und des Mönchthaler Wasserlaufs, dem ,dem Clausthaler Grabe?

Vor 1600:

Oberer Flößteich (Grumbachtal)
Unterer Flößteich (Grumbachtal)
Sonnenberger Graben (St. Andreasberger Revier)
Oberer Gesehr Wasserlauf (St. Andreasberger Revier)
Alter Gesehrberger Graben (St. Andreasberger Revier)
Eschentaler Hüttengraben (in der gr. Kulmke, Siebertal)
Schwarze Schluft Hüttengraben (Siebertal)
Königshofer Hüttengraben (Siebertal)
Königshofer Hammerhüttengraben (Siebertal)
Nientaler Hüttengraben (Siebertal)
Glockenhütter Graben von der Gr. Kulmke (Siebertal)
Sägemühlengraben in der Gr. Kulmke (Siebertal)
Oberer Silberhütte Graben (Siebertal)
Mittlerer Silberhütte Graben (Siebertal)

1601:
Die Münze wird von Osterode nach ZeIIerleld verlegt. (Dü)

1601/05:
Alter Rehberger Graben (St. Andreasberger Revier)
Gerenner Graben (St. Andreasberger Revier)

1602

1602:Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Der Unterer Eschenbacher Teich überstaut die Vorgängerteiche.

Vor 1602:
Oberer Eschenbacher Teich (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)
Oberer Eschenbacher Fallgraben (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)

1602:
Unterer Eschenbacher Teich (Hausherzberger/Burgstätter Zug)

Vor 1606:
Langer Teich (Hausherzberger/Burgstätter Zug)
Sorger Teich (Rosenhof)
Drecktaler Sägemühlengraben (Ob. Odertal)

1606-16:
Lachter Stollen (Wasserlösung) (Zellerfelder Zug)

1612:
Schwarzenbacher Teich,1616 gebrochen (Rosenhofer Zug)

1618:
Beginn des Dreißigjährigen Krieges. (Dü)

Vor 1619: Unterer Einersberger Teich (Zellerfelder Zug)

Vor 1620: Alter Wasserläufer Teich

um 1620:
Einführung des Kehrrades zur Erzförderung. (Dü)

1622: Bruch eines der (M)Einersberger Teiche

1623-26:
Kriegshandlungen nehmen die Harzregion stark in Mitleidenschaft,
Terrorisierung der Bevölkerug durch diverse Banden,
Pestepedemie im Oberharz,
Tilly erobert die Bergstadt Zellerfeld (1626) (Dü)


1624: Mittlerer Kellerhalsteich (Zellerfelder Zug)

1631: Ziegenberger Teich

1633

1633:
Einführung des Sprengens mittels Schwarzpulver, dadurch Steigerung des Energiebedarfs für die Förderung.

vor1636:
Alter Kellerhalsteich (Zellerfelder Zug)

1635:
Communion Vertrag: Aufteilung des Oberharzes unter den Fürstentümern Calenberg
(Hannover), Lüneburg (Celle) und Wolfenbüttel, gemeinsame Verwaltung des Bergwerkbesitzes im Harz (bis 1788 bestehend) (Dü)

Rosenhöfer Kunstgräben

1639. Sumpfteich (Rosenhof/Grundner Gefälle)

1640:
Taubefrauer Graben

1644:
Bärenbrucher Teich
Pixhaier (Mühlen)Teich

1646:
Hirschler Teich bei Clausthal angelegt. (Dü)

1648:
Ende des Dreißigjährigen Krieges
Die Bevölkerung Deutschlands ist infolge des Krieges von 17 auf 8 Millionen gesunken. (Dü)

um 1650:
Erstmalige Verbreitung des Borkenkäfers im Harz, Verschärfung der Holzknappheit. (Dü)

1652:
Schröterbacher Teich (Zellerfelder Zug)

1656:
Wassermangel, Erste Überlegungen zum Bau eines Grabens zum Bruchberg

Vor 1659:
Mönchstaler Wasserlauf (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)
Beginn des Langen Grabens

1659:
Wasserläufer Teich
Ringer Graben (Zellerfelder Zug)

Um 1660:
Anton Ulricher Stollen (Wassserlösung, Bockswiese)

1660:
Bau des Hirschler Teichs (Burgstätter Zug)
Hasenbacher Teich (Festenburg/Schulenbeger Zug, Haus Herzberger Zug)
Zellerfelder Kunstgraben vom Mittleren Kellerhals Teich (Zellerfelder Zug)
Winterwieser Wasserlauf (Zellerfelder Zug)

Vor 1661:
Unterer Pfauenteich erhöht
Mittlerer Pfauenteich erhöht
Oberer Pfauenteich erhöht
Unterer Haus Herzberger Teich
KiefhölzerTeich (Zellerfelder Zug)
Oberer Zechenteich (Zellerfelder Zug)
Mittlerer Zechenteich (Zellerfelder Zug)
Unterer Zechenteich (Zellerfelder Zug)
Carler Teich (Zellerfelder Zug)
Haus Sachsener Teich (Zellerfelder Zug)enteich (Zellerfelder Zug)
Mittlerer Zechenteich (Zellerfelder Zug)
Unterer Zechenteich (Zellerfelder Zug)
Carler Teich (Zellerfelder Zug)
Haus Sachsener Teich (Zellerfelder Zug)

1661-70

1661-70: Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Pfauenteiche erhöht, Alter Dietrichsberger Wasserlauf, Jägersbleeker Teich,

1662:
Alter Dietrichsberger Wasserlauf
Engelsburger Teich (St. Andreasberg)

1667:
Hilfe Gottes Teich (St. Andreasberg)
Bährener Teich (St. Andreasberg)
(Teich von den drei Jungfern)

1670:
Bau des Jägersbleeker Teiches

1671-72:
Zwei Brandkatastrophen führen zur vollständigen Zerstörung der Bergstadt Zellerfeld,
Wiederaufbau nach Bauplan des Markscheiders Reimerding. (Dü)

1672:
Herzog Johann Friedrich verfügt für das Bergamt Clausthal die Einführung des Direktorial-Prinzips, d.h. der Bergbehörde obliegt dir alleinige Betriebsleitung der Gruben, sie erhält weitreichende Befugnisse gegenüber Polizei- und Stadtverwaltungen. (Dü)

1670/74

1770-1674: Burgstätter/ Haus Herzberger Gangzug,

Bau des Jägersbleeker Teiches, Joh. Friedricher Teich und Wasserlauf.

vor 1672:
Oberer (Gr.) Grumbacher Teich(Bockswiese)
Unterer Spiegeltaler Teich (Lautenthaler Gefälle)
Oberer Einersberger Teich (Zellerfelder Zug)
Mittlerer Einersberer Teich (Zellerfelder Zug)
Oberer Hüttenteich (Zellerfelder Zug)
Unterer Hüttenteich (Zellerfelder Zug)

1672/73:
Langer Graben, bis Sperberhai verlängert.
Langer Teich (Haus Herzberger/BurgstätterZug

Vor 1673:
Oberer Spiegeltaler Teich (Spiegeltaler Revier)
Unterer Grumbacher Teich(Spiegeltaler Revier)
Spiegeltaler Graben

Brinkmühlenteich (Lautenthaler Gefälle)
Oberer Germanns Teich (Lautenthaler Gefälle)
Unterer Germanns Teich (Lautenthaler Gefälle)
Mittelmühlenteich (Lautenthaler Gefälle)

1673

1673: Burgstätter Gangzug,

Verlängerung des Langen Grabens zum Sperberhai.

1674:
Johann Friedricher Teich
Bau des Johann FriedricherWasserlaufs, Einbeziehung des Johann Friedricher Teiches zum Burgstätter Zug
Kuttelbacher Teich
Unterer Kranicher Teich (Lautenthaler Gefälle)

1675: Mittlere Grumbacher Teich (Bockswiese/Zellerfeld)
Oberer Kellerhalsteich (Bockswiese/Zellerfeld)

1680

1680. Bau des Feldgrabens.

1674/90:
Erste Überlegungen zum Queren des Sperberhais
Verlängerung des Langen Grabens bis zur späteren Hutthaler Widerwaage

1676: Unterer Hahnebalzer Teich (Grundner Gefälle)

1676/77:
Unterer Haus Herzberger Teich erhöht? (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)

Vor 1677:
Mönchstaler Wasserlauf (Dammgraben)

1678-85:
Versuche von Hofrat Gottfried Wilhelm Leibniz in Clausthal, Windkraft zum Antrieb von Pumpen einzusetzen. (Dü)

1679: Carpenteich (Karpfenteich?)














1670-73

1670-73: Burgstätter Gangzug,

Feldgraben, Verlängerung des Langen Grabens ins Hutthal.

vor 1680:
Hölzener Schalker Teich (Festenburg/Schulenberger Revier)
Mittlerer Schalker Teich (Festenburg/Schulenberger Revier)

Stuffenthaler Teich (Spiegeltaler Zug)
Unterer Schalker Graben (Zellerfelder Zug)
Oberer Grumbacher Teich (Bockswiese/Zellerfelder Zug)
Oberer Kellerhalsteich (Bockswiese/Zellerfeld)
Klein Clausthaler Teich (Grundner Gefälle)
Kreuzbacher Teich (Grundner Gefälle)

Unterer Kellerhals Teich (Lautenthaler Gefälle)
Wegesmühlenteich (Lautenthaler Gefälle)

1680:
Bärentaler Graben (Zellerfelder Zug)

Tid Lange (Festenburg/Schulenberger Revier)
Feldgraben (Burgstätter Zug)
Klein Clausthaler Teich (Grundner Gefälle)
Haus Braunschweiger Graben (Grundner Gefälle)

Neuer Grumbacher Teich (Bockwiese/Zellerfelder Zug)
Zankwieser Teich (Festenburg/Schulenberg/Zellerfelder Zug)

nach 1680:
Mittlerer Grumbacher Teich (Lautenthaler Gefälle)
Oberer Flößteich (Lautenthaler Gefälle)
Unterer Flößteich (Lautenthaler Gefälle)
Grumbacher Teich (Lautenthaler Gefälle)

Neuer Teich (Lautenthaler Gefälle)
Wäschegraben (Bockswiese)

1682

1682: Burgstätter Gangzug,

Oberer u. Unterer Hutthaler Teich und Polsterberger Wasserlauf.

1682:
Altenauer Hüttenteich
Hasenteich (Haus Herzberger Teich im Papageienthale)

1684:
Auerhahnteich (Bockswiese/Zellerfelder Zug)
Than Teich (Lautenthaler Gefälle)

1686:
Kleiner Prinzen Teich (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)
Großer Prinzenteich (Grundner Gefälle)
Laubhütter Stollen (Wasserlösung, Grundner Revier)

1687:
Erneuerung des Alten Rehberger Grabens (St. Andreasberg)

1688:
Zankwieser Teich (Festenburg/Schulenberg/Zellerfelder Zug)

Vor 1689:
Oberer Flambacher Teich (Rosenhofer Zug)

1689:
Unterer Flambacher Teich (Rosenhofer Zug )

Vor 1690:
Langer Graben, Verlängerung in das Hutthal
Oberer Hutthaler TeichUnterer Hutthaler Teich
Polsterberger Wasserlauf
Hutthaler Graben

1690/91

1690-91 Polsterberger Wasserlauf

Quelle: Schmidt, Martin (1989): Die Wasserwirtschaft des Oberharzer Bergbaus; Bergisch-Glattbach, S. 64.

1691:
Semmelwieser Teich

1691/1710:
Bau des Neuen Rehberger Grabens aus Gefludern

1692:
Alter Hühnerbrüher Graben (St. Andreasberger Revier)

Das Fürstentum Calenberg (Hannover) wird unter Herzog Ernst August zum Kurfürstentum (9. Kurwürde) erhoben, 1705 Vereinigung mit Lüneburg zum hannoverschen Kurstaat. (Dü)

1693:
Haderbacher Teich (Rosenhofer Zug)

1694:
Lautenthaler Hoffnung Stollen (Wasserlösung, Bockswiese)

Vor 1695:
Berghauptmannsteich
Alter Stadtweger Teich
Oberer Hahnebalzer Teich (Grundner Gefälle)
Unterer Hahnebalzer Teich (Grundner Gefälle)

1698:
Tiefer Gesehr Wasserlauf (St. Andreasberger Revier)

Vor 1700:
Kälber Teich
Bärener Teich

1701:
Preußen wird Königreich. (Dü)

1703:
Gründung der Clausthaler Bergbaukasse. (Dü)

1704:
Hundeborner Hüttengraben (Oker)

1705:
Lutter Pochgraben (Luttertäler)

1706:
Unterer Kellerhalsteich (Spiegeltaler Zug)

1706/36:
Ausmauerung des Neuen Rehberger Grabens (St. Andreasberger Revier)

1708:
Tiefer Festenburger Stollen (Wasserlösung, Festenburg)

1709

1709. Burgstätter Gangzug,

die Grube Dorothea kommt in Ausbeute. Schön zu sehen die Kehrradstuben mit den langen Feldgestängen.

Quelle: Schmidt, Martin (1989): Die Wasserwirtschaft des Oberharzer Bergbaus; Bergisch-Glattbach, S. 215.

1709:
Erschließung reicher Gangmittel auf den Clausthaler Gruben Dorothea und Caroline. (Dü)
Ausbeute Dorothea
Wiederaufnahme des Projeks „Sperberhaier Damm“

1710:
Dorotheer Kehrradsgraben (Burgstätter Zug)

Vor 1711:
Hüttschenthaler Teich

1711:
Dreijungferngraben (St.Andreasberg)
Alter Oberer Schalker Teich (Festenburg/Schulenberger Revier)

1715: Burgstätter Gangzug,

Erneute Überlegungen zum Queren des Sperberhais.

Quelle: Schmidt, Martin (1989): Die Wasserwirtschaft des Oberharzer Bergbaus; Bergisch-Glattbach, S. 248.

1712:
Hasenbacher Teich erhöht? (Haus Herzberger/Schulenberger Zug)

1713:
Neuer Grumbacher Teich(Bockswieser Teich)
Neufanger Graben (St. Andreasberg)

1714:
Alter kleiner Okerteich (Altenau)

1714-21; Bau des Oderteiches für den St. Andreasberger Bergbau (1,75 Millionen m3 Wasserinhalt),
älteste Talsperre Deutschlands.
(Dü)

1715:
Ausbeute Caroline

Wiesenbeeker Teich, erster Damm mit einer innenliegenden Dichtung.
Oderteich, innenliegende Granitgrußdichtung.

Aufrichtigkeiter Fallgraben (Odertal)
Kleiner Okerteich (Altenau)

1715

1715: St. Andreasberger Revier

Bau des Oderteiches; Sepiaaquarell von Joh. Christian Eberlein 1800.

1715/18:
Morgenbrodtstaler Graben

1715-17:
Überlegungen einer Querung des Sperberhais, eiserne Rohrleitung, inwendige Künste, höher gelegter Lange Graben.

1716/34:
Sieberstollen (Wasserlösung, St. Andreasberg)

1718

1718: Burgstätter Gangzug,

Hirschler Teich erhöht, Elisabether Graben.

1716:
Oberer Schalker Graben(Bockswieser Zug)

1717:
Sieberstollen Kunstgraben zum 2. Lichtloch (St. Andreasberg)

1717/18:
Hirschler Teich erhöht (Burgstätter Zug)
Jägersbleeker Teich erhöht (Burgstätter Zug)
Kupferroser Teich
Kupferroser Teich Graben (Luttertäler/Odertal)
Schultaler Tiefe Stollen (Wasserlösung, Altenau)

1719

1619: Burgstätter Gangzug,

Neue Benedikte Graben u. Wasserlauf.

1719:
Neue Benedikte Teich u. Wasserlauf (Burgstätter Zug)
Grumbacher Stollen (Bockswiese)
Oberer Kehrzuggraben (Rosenhofer/Burgstätter Zug)

1719:
Alter Tränkegraben mit Jägersbleeker Wasserlauf (Burgstätter Zug)
Schmelzensglücker Kunstgraben (Siebertal)

1719: Burgstätter Gangzug,

Benedikter Wasserlauf, Innenansicht 2015.

1720:
Große Trockenheit.

1718/19

1718/19: Burgstätter Gangzug,

Alter Tränkegraben (Mitte), Caroliner u. Dorotheer Kunst und Kehrradsgraben (Rechts), Morgenbrodtstaler Graben (Oben links).

1721:
Fortuner Teich (Altenauer Revier/Burgstätter Zug)

1722:
Kornmagazin für den Oberharz in Osterode errichtet. (Dü)

1723:
Aufrichtigkeiter Fallgraben (Odertal)
Sonnenglantzer Kunstgraben (Siebertal)

1724:
Einstellung des Bergbaues auf dem Haus Herzberger Zug.
Nutzung der Eschenbacher und der Hausherzberger Teiche für den Burgstätter Zug.

Neubau des Mittleren (Gr.) Kellerhalsteiches aus den Materialien des 50m oberhalb liegenden Alten Kellerhalsteiches (Bockswiese/Zellerfelder Zug)

Aufrichtigkeiter Zulaufgraben (Odertal)

1721

1721: Altenauer Revier,

Fortuner Teich für die Pochwerke im Polstertal gebaut.

1724/25:
Klingentaler Graben (Luttertäler)

1725/26:
Koboldsgruber Graben (Ob. Odertal)

1725:
Hühnerbrüher Graben (St. Andreasberger Revier)
Königskopfer Graben (St. Andreasberger Revier)

1727:
Neuer Stadtweger Teich,
überstaut den Berghauptmannsteich und den Teich an der Wegesmühle (Lautenthal/Zellerfelder Zug)
Stadtweger Graben (Bockswiese)
Pißtaler Wasserlauf (Bockswiese
Segen-Gotteser-Stollen (Wasserlösung, Altenau)

1728:
Polstertaler Teich (Altenauer Revier)
Felsenweg Graben (Luttertäler)
Rücklaufgraben zum Kirchtal (Odertal)

1728

1728: Altenauer Revier,

Polstertaler Teich und der Pochwerksgraben vom Sperberhai.

1729:
Neue Überlegungen zur Querung des Sperberhais (Dammgraben)
Unterer Schalker Teich

1730-31:
Projektentwurf zur Querung des Sperberhais (Holzrohrleitung, Holzbrücke, Wasserlauf, Niedrigerer Damm für Dammgraben)

Sonnenaufganger Kunstgraben (Siebertal)

1732:
Baubeginn des Dammgrabens

1732/34.
Sperberhaier Damm
zur Versorgungdes Clausthaler Bergbaus,
konnte 10 Rad Wasser (50m3;/min) überleiten.

1732-34

1732.34: Burgstätter Revier,

Bau des Dammgrabens bis an die Gerlachsbäche, Sperberhaier Damm.

1733:
Neuer Oberer Schalker Teich (Festenburg/Schulenberger Zug)
Bruch des Unteren Schalker Teichs
Rücklauf zur Oder

1734:
Dammgraben gebaut bis zum Großen Gerlachsbach gebaut.
Neuer Dietrichsberger Wasserlauf (Dammgraben) ?

1734

Fassung des Großen Gerlachsbaches.

1736:
Dammgraben verlängert bis zur großen Oker.

Bremerhöher Graben (Rosenhof)

1736)

1736: Burgstätter Gangzug,

Verlängerung des Dammgrabens an dieGroße Oker.

1739:
Neue Weintrauber Kunstgraben (Ob. Odertal)

Tiefer Schatzkammer Stollen (Wasserlösung, Altenau)

Vor 1740:
Eschenbacher Flutgraben (Haus Herzberger/Burgstätter Zug)

1740:
Bau des Prinz Walliser Wasserlauf, Einbeziehung des Oberen Falls des Oberen Nassewieser Teichs zum Burgstätter Zug, Nassenwieser Wasserlauf
Unterer Nassenwieser Teich

Rosenhofer Zug:
Versorgung mit Dammgrabenwasser durch den Bremerhöher Graben

Frische Lutter Graben (Luttertäler/Odertal)

1740

1740: Burgstätter Gangzug,

Einbeziehung des Oberern Nassewieser Teichs mit dem Nassewieser Graben- Nassewieser- Prinz-Walliser Wasserlaufs zum Burgstätter Zug.

1742:
Erhöhung des Polstertaler Teiches mit nachfolgendem Bruch bei Ersteinstau des Teiches.

Verlängerung des Dammgrabens bis ans Schneidwasser

Kellerhalser Wasserlauf (Bockswieser/Zellerfelder Zug)Vor 1743

1743:
Haderbacher Teich (Grundner Gefälle)
Oberer Hahnebalzer Teich (Grundner Gefälle)

Semmelwieser Teich (Rosenhofer Zug)
Oberer Todtemänner Teich

1743

1743: Burgstätter Gangzug,

Aufgabe des Oberen Hutthaler Teiches.

1755:
Charlotte-Magdalene Teich

1757/58:
Freudenberger Graben (Luttertäler/Odertal)

1748:
Erhöhung des Polstertaler Teiches (Altenau)

Erfindung der Wassersäulenmaschine von Winterschmidt. (Dü)


1755.
Brunnenbacher Teich Odertal)
Haus Braunschweiger Graben (Grundner Gefälle)

1756-63:
Der Siebenjährige Krieg stürzt den Bergbau von St. Andreasberg in eine tiefe Krise,
französische Besatzung im Harz, die Bergstädte müssen hohe Kriegssteuern zahlen. (Dü)


1757:
Neuer Theuerdanker Kunstgraben (Ob. Odertal)

1760:
Bruch des Brunnenbacher Teiches (Brunnenbach)

1763

1763: Burgstätter Gangzug,

"Neuer Graben" zum Hirschler Teich.

1763:
Hutthaler Wasserlauf/ Hutthaler Widerwaage (Burgstätter Zug)
Hutthaler Graben (Burgstätter Zug)
Grüneberger Graben? (Burgstätter Zug)

Großentaler Graben (Luttertäler)

1766:
Unterer Klingentaler Graben (Luttertäler)

1764:
Einstellung des Bergbaus auf dem Spiegeltaler/Hüttschenthaler Zug,
die Teiche werden zur Flößerei weiterverwendet.

1766/67:
Durch Trockenheit sind alle Gruben abgesoffen.
Erkenntnis das das Dammgrabenwasser nicht zum Sümpfen der tiefen Grubenbaue ausreicht.
Erste Überlegungen zum Bau tiefer Wasserlösungsstollen

1768:
Erhöhung des Herzberger Teiches (Rammelsberg)

1769.
Übelsbacher Graben (Luttertäler)

Claus Friedrich von Reden wird Berghauptmann in Clausthal (im Amt bis 1791),
erneuter Aufschwung des Bergbaus in Clausthal und St. Andreasberg. (Dü)


1771:
Jägersbleeker Wasserlauf (Burgstätter Zug)
Lutter Seegener Teichgraben (Luttertäler)

1773:
Oberbergmeister Stelzner erfindet in Clausthal das Weiszeug (Teufenanzeiger) (Dü)

1775:
Amerikanische Unabhängigkeitserklärung. (Dü)

Gründung der Bergschule in Clausthal;
erste gußeiserne Schienenstrecken für den Erztransport im Oberharzer Bergbau. (Dü)

1763-69

1763.69: Burgstätter Gangzug,

Bau der Hututthaler Widerwaage mit dem Hutthaler Graben und Wasserlauf.

(unbenannt) 1777:
Bauersberger Graben (Grundner Gefälle)
Oberer Hahnebalzer Graben (Grundner Gefälle)

1778/79:
Neue Lutter Seegener Graben (Luttertäler)

1777/99.
Bau des Tiefen Georg Stollens (Wasserlösung, Oberharz)

1774:
Verlängerung des Dammgrabens ins Spritzental

1777:
Oberer Eichelberger Graben (Grundner Gefälle)





1785

1785: Burgstätter Gangzug,

Bau des "Neuen",Erhöhtem Tränkegraben, dem späteren Kautztaler Graben.

Um 1780.
Oberer Einersberger Graben (Zellerfelder Zug)

1781.
Brunenbachtaler Graben (Brunnenbach)

1786

1786: Burgstätter Gangzug,

Kautztaler Graben (Erhöhter Tränkegraben)

1785:
Fortuner Wasserlauf (Dammgraben)
Jägersbleeker Graben (Burgstätter Zug)

Erste deutsche Dampfmaschine Watt´scher Bauart auf dem König-Friedrich-Schacht bei Hettstedt in Betrieb genommen. (Dü)

1787:
Bremerhöher Wasserlauf (Rosenhof)

1788:
Auflösung der Communion-Verwaltung im Oberharz, ,,Communion-Harz" und ,,einseitiger" (hannoverscher) Harz werden vereinigt. (Dü)

1789:
Steinrenner Eisenhüttengraben (Siebertal)

Beginn der französischen Revolution. (Dü)

1792-95:
Unterer Klein Clausthaler Wasserlauf,
damit Beginn der Umwandlung der Kunstgräben des RosenhoferGefälles in eine Kette von Wasserläufen mit kurzen Grabenstücken.

1785

1785: Burgstätter Gangzug,

Auffahren des Fortuner Wasserlaufs.

1797:
Oberer Klein Claustaler Wasserlauf
Auffahrung des Röderstollens (Rammelsberg), Bau von 4 untertägigen Radstuben 1798/1805.

Vor 1800:
Zankwieser Grundgraben (Zellerfelder Zug)

1800/1810:
Polsterberger Hubkunst, in zwei Schritten

1803-35:
Bau der 6,5 km langen Tiefen Wasserstrecke in rund 400 m Tiefe unter Clausthal und
Zellerfeld, bis 1892 Erztransport mit Schiffen.
(Dü)

1803-14
Während der napoleonischen Kriege wird das Kurfürstentum Hannover französisch besetzt,
und 1807 in das neugebildete Königreich Westfalen (unter Napoleons Bruder
Jerome) eingegliedert. (Dü)

1804:
Neubau des Kleinen Oker Teiches (Altenauer Revier)
aus den Materialien des 1714 erstellten Dammes.
Letzter Bau eines Bergbauteiches im Oberharz

1805:
Abschluß der Ruederschen Reformen am Rammelsberg
(inwendige Kehrradförderung, Tagesförderstrecke)
(Dü)

1806/12:
Lauterberger Wasserlauf (Luttertäler)

1808.
Oberer Schwarzenbacher Wasserlauf
Bruch des Kupferoser Dammes (Luttertaler Kupferrevier)

1809:
Baubeginn des Gelachsbacher Dammes (Eisenquelle), wird durch die Wirren der Napoleonischen Zeit nicht fertiggestellt.



1804

Kleiner Okerteich, Altenauer Revier.

1811:
Oberer Hasenbacher Wasserlauf (Rosenhofer Zug)

In Clausthal wird eine besondere Bergschule gegründet. (Dü)

1812:
Silberhütter Graben (Luttertäler/Odertal)

1813/15:
Schwarzenberger Wasserlauf, Neuer Tränkegraben? (Dammgraben)

1814-15:
Wiener Kongress, politische Neuordung Mitteleuropas; Hannover wird zum Königreich erklärt und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der Silberbergbau floriert zunächst wieder. (Dü)

1815:
Aufgabe der Hutthaler Teiche.

1820:
Fassung des Schneidwassers,
Bruch des Unterern (M)Einersberger Teiches, keine Wiederherstellung.
Michaeliszecher Kunstgraben (Siebertal)

1821:
Bau des Blochschleifegrabens (Dammgraben)Fassung des Kellwassers (Dammgraben)Fassung der Blochschleife (Dammgraben)
Kellwasserwasserlauf I u. II (Dammgraben)
Kalte-Küche Wasserlauf (Dammgraben)

Nabetaler Graben mit gefasst, dieser Graben wurden schon 1720 für den Altenauer Bergbau angelegt, dadurch auch Einbeziehung des Rotenbeeker Grabens (Clausthaler Flutgraben), dieser wurde 1797 ebenfalls für den Altenauer Bergbau errichtet.

1821:
Kalte Küche Wasserlauf

1822:
Die Berghauptmannschaft Clausthal wird als 7. Verwaltungsbezirk des Königreiches Hannover eingerichtet;
mit 3.040 kg wird in St. Andreasberg die größte jährliche Silbermenge überhaupt produziert. (Dü)

1826/27:
Flörichshaier Graben
Abbegraben

Bruch der luftseitigen Böschung des Mittleren Grumbacher Teiches, Rettung des Dammes durch eine nächtliche Großaktion der örtlichen Bevölkerung.

1827:
Allgemeiner Bleipreisverfall durch billige Importe. (Dü)

1828:
Rotenberger Wasserlauf (Dammgraben)

ab 1830:
Die von Jordan und Reichenbach weiterentwickelteWassersäulenmaschine wird im
Oberharz eingesetzt (Schacht Silbersegen/Clausthal)
(Dü)

1831:
Grundner Pochgraben

1832:
Franz Auguster Wasserlauf (Dammgraben)

1832: Burgstätter Gangzug,

Bau des Franz-Auguster Wasserlaufs.

Vor 1833:
Luttersegener Teich

Erfindung der Fahrkunst durch den Clausthaler späteren Bergmeister Ludwig Wilhelm
Dörell.
(Dü)

1834:
Weiterentwicklung des Drahtseils durch Bergrat Wilhelm Augustluhus Albert in Clausthal;

1835:
Unterer Johannistaler Wasserlauf 1 u. 2
Alter Adenberger Wasserlauf (Oker)

1834:
Grundner Gefälle:
Bau der Anlagen für die Wasserversorgung der Grube Hilfe Gottes unter Verwendung der Gräben die zum Bau des Tiefen Georg Stollens aufgefahren wurden.
Verlegung einer 436m langen Gusseisenleitung mit 310mm Durchmesser.
Es ist die erste großkalibrige Druckrohrleitung im Harz.

Hilfe Gotteser Graben

1835:
Aufhebung der zuvor schon eingeschränkten Steuerfreiheit für den Oberharz. (Dü)

1833

1833: Erfindung der Fahrkunst.

Dörell erfindet die Fahrkunst. Erstmalig wird diese Technik im Lautenthaler Hoffnung Schacht eingebaut. (Spiegeltaler Revier). Im Bild die Drahtseilfahrkunst im Samsonschacht (St. Andreasberger Revier).

1838:
Grundner Gefälle
Verlängerung des Pelicaner Suchortes als Schulte Stollen zur Überleitung von Innerstewasser nach Bad Grund
Schulte-Stollen-Graben (Grundner Gefälle)
Schulte-Stollen Auslaufgraben (Grundner Gefälle)

Beginn des Schwerspatbergbaus im Lauterberger Revier. (Dü)

1839:
Oberer Jahannistaler Wasserlauf

1844:
Oberer Flambacher Wasserlauf
Unterer Flambacher Wasserlauf

1845:
Unterer Hasenbacher Wasserlauf

1847:
Ziegenberger Wasserlauf

1848-54:
Bevölkerungszunahme und Rückgang des Bergbaus führen zu staatlich geförderter Massenauswanderung, vor allem nach Südaustralien; 1124 Menschen (64 davon aus Andreasberg) verlassen den hannoverschen Harz. (Dü)

1848/49:
Revolution in Deutschland, Tumulte und Aufläufe von Bergleuten in Clausthal, Zellerfeld.und St. Andreasberg. (Dü)

1848:
Gründung der Deig' sehen Zündholzbüchsenfabrik in St. Andreasberg (mit bis zu 400 Arbeitsplätzen)
Schweres Brandunglück auf der Zellerfelder Grube Regenbogen, 13 Bergleute kommen ums Leben. (Dü)

1849:
Die Clausthaler Münze wird nach Hannover verlegt. (Dü)

Vor 1850:
4.Pochgraben (Zellerfelder Zug)
Harleweger Graben(Bockswiese)

1850:
Schmidtsgraben

um 1850:
Beginn der Gewinnung von Zinkblende im Oberharz, z.T. im Nachlesebergbau wie in Lautenthal. (Dü)


1851/64:
Bau des tiefsten und längsten Wasserlösungsstollen im Harz, des Ernst-August Stollens.

1851/64: Ernst-August-Stollen

Für die Entwässerung der Westharzer Grubenbaue entsteht der tiefste Wasserlösungsstollen im Harz. Zu seiner Bauzeit war er das längste Tunnelbauwerk der Welt. Mit allen Nebenörtern soll er es auf eine Gesamtlänge von 41 km gebracht haben. Quelle: Wikipedia

1854:
Etwa 200 Oberharzer fallen auf einen Schwindel herein und wandern nach Ramsbeck (Westfalen) aus, kehren nach kurzer Zeit wieder zurück. (Dü)

1855:
Knesebeck Graben (Grundner Gefälle)
Unterer Eichelberger Wasserlauf (Grundner Gefälle)
2. Grundner Pochgraben

1855-57:
Erhöhung des Fortuner Teichs.

1859:
Im ,,Schürfer Suchort" auf der Stollensohle wird das Neue Lager des Rammelsberges
entdeckt. (Dü)


1863:
Neuer Dietrichsberger Wasserlauf (Dammgraben)

1864.
Bielenwieser Wasserlauf (Dammgraben)

Bergakademie in Clausthal gegründet; im Oberharzer Bergbau sind noch 26 untertägige
Wasserräder und 3 Wassersäulenmaschinen im Betrieb. (Dü)

1866:
Anexion des Königreiches Hannover durch Preußen; das Bergwerkseigentum fällt an den preußischen Staat. (Dü)

1867:
Übernahme des Andreasberger Bergbaus durch den preußischen Fiskus,
Zusammenlegung des ,,inwendigen Zuges" zu Feld ,,Vereinigte Gruben Samson", die
Betriebsleitung erhielt die Bezeichnung ,,Berg-Inspektion".(Dü)

1868:
Rotenberger Wasserlauf, mit Fertigstellung der Wasserläufe am Damgrabensystem erfolgt eine Enstellung der winterlichen Beheckung.

Das Clausthaler Bergamt wird in ein preußisches Oberbergamt umgewandelt; Einstellung
der Teichhütte bei Gittelde. (Dü)

1852:
Conventshaier Wasserlauf (Dammgraben)

1870:
Unterer Schwarzenbacher Wasserla
Pochwerksstollen (Grundner Gefälle)

In Clausthal wird eine Zentralaufbereitung errichtet. (Dü)
um 1870: Beginn des Braunkohlenabbaus bei Bomhausen am SW-Harzrand. (Dü)


1870/71:
Deutsch/Französischer Krieg; Gründung des DeutschenReiches.

1875:
Tannhaier Wasserlauf (Bockswieser/Zellerfelder Zug)

1876/77:
Bau der Eisenbahnstrecke durchs Innerste Tal bis nach Clausthal kommt dem Bergbau
zugute. (Dü)

ab 1876: Einführung des maschinellen Bohrens und der Schießarbeit am Rammelsberg, Ende des
Feuersetzens.
(Dü)

1877:
K.A. Lossen entwirft die erste geologische Karte des Harzes. (Dü)

1878:
Kranicher Wasserlauf (Lautenthaler Gefälle)

Umstellung der Silber- auf die Goldwährung und allgemeinn fallende Metallpreise
führen fast zur Aufgabe der Grube Samson, Bruch der Fahrkunst im Schacht der
Clausthaler Grube Rosenhof 11 Bergleute kommen dabei ums Leben. (Dü)

1880:
Knollen Wasserlauf (Grundner Gefälle)

1883:
Am Harly Berg bei Vienenburg (nördl. Harzvorland) wird das erste Kalisalz in der
Provinz Hannover erbohrt, ein Schacht geteuft und 1886 die Förderung aufgenommen. (Dü)

1888:
Einführung des maschinellen Bohrens mit Druckluft auf der Grube Samson in St. Andreasberg. (Dü)

1892-1901:
Versuchsweise Nickelerzgewinnung auf der Grube Großfürstin Alexandra bei Goslar. (Dü)

1899:
Beginn der Nutzung eines Teiles der Gräben und Teiche für bergbauliche Elektrizitätserzeugung (Festenburger/Schulenberger Zug)

1898: Burgstätter Zug,

Beginn derElektrischen Nutzung im Kaiser Wilhelm II Schacht.

Quelle Bild: Markworth, Lutz (2003): Untertagephotographie. URL: http://www.alice-dsl.net/lmarkworth/Fotogalerie.html Stand: 11.08.2015.

1904:
Mit Auflassung der Grube Juliane Sophie endet der Bergbau im Schulenberger Revier. (Dü)

1909:
Polsterberger Pumpenhaus wird errichtet, Hebung des Wassers zum Tränkegraben jetzt elektrisch, Abwurf des Polsterberger Hubhauses
Neuer Adenberger Wasserlauf (Oker)

1910:
Im Schacht Kaiser Wilhelm IIwird auf dem Niveau des Ernst-August Stollens Elektrizitätswerk eingerichtet das mit einer Nutzhöhe von 364m Spitzenstom erzeugt.

St. Andreasberger Revier:
Stillegung der Grube Samson - Ende des St. Andreasberger Silberbergbaus. (Dü)
Nutzung des Oderteiches und des Rehberger Grabens für die Trinkwasser- und Elektrizitätsversorgung.

1911:
Rothenberger Pumpenhaus errichtet, Abwurf des neuen Tränkegrabens.

Rammelsberger Richtschacht wird abgeteuft

1912:
Stillegung der St. Andreasberger Silberhütte;
Einrichtung eines Wasserkraftwerks auf dem Sieberstollen im Samsonschacht. (Dü)

1914-18:
Erster Weltkrieg

1914:
Altenau erhält einen Bahnanschluß. (Dü)

ab 1922:
Schrittweise Einführung des Flotationsvetfahrens in derAufbereitung der Grube Hilfe
Gottes/Grund.
(Dü)

1924:
Gründung der Preussag, Betreibergesellschaft der Oberharzer Erzgruben sowie des
Rammelsberges.
(Dü)

1926:
Übertragung der fiskalischen Bergauanlagen auf die Preußische Bergwerks AG (Preussag).

1928:
Aufnahme der untertägigen Dachschiefergewinnung bei Goslar (Grube Glockenberg),
bis 1969 in Betrieb. (Dü)


1930:
Als Folge der Weltwirtschaftskrise wird der Bergbau im Westharz mit Ausnahme am Rammelsberg und in den Gruben Hilfe Gottes und Bergwerkswohlfahrt eingestellt.
(Dü)

Damit steht auch das letzte hölzerne Wasserrad im Dienst des Bergbaus still.


1930

1930:

Das letzte hölzerne Wasserrad im Harz steht still. Im Bild das heute ersetzte Kehrrad im 19 Lachter Stollen.

Quelle: http://www.19-lachter-stollen.de Stand 01.08.2016


1930-1942:
Fortuner Teich als Pumpspeicherwerk für Kaiser Wilhelm Schacht.

1933:
Machtübernahme der Nationalsozialisten. (Dü)

1936:
Fertigstellung der neuen Rammelsberger Aufbereitung (Flotationsverfahren). (Dü)

1939-1945:
Zweiter Weltkrieg

1930

1930: Altenauer/Burgstätter Revier,

Der Fortuner Teich wird als Speicherteich mit einem Pumpwerk in das Wilhelmschachtgefälle (Burgstätter Zug) mit einebunden. Quelle: K67-74-1_Pumpwerk FortunerTeich NLA HSTA BaCl Nds. 540 Acc. 2 Nr. 776.

1949:
Bärenbrucher Wasserlauf

1960:
Aufhebung des Oberharzer Wasserregals, neues niedersächsisches Wassergesetz (Dü)

1966:
Technische Hochschule Clausthal.(Dü)

1967:
Preussag AG Metall; Einstellung der Clausthaler Bleihütte und der Lautenthaler
Silberhütte. (Dü)

1968:
Technische Universität Clausthal. (Dü)

1969:
Einstellung des Kupferschieferbergbaus in der Mansfelder Mulde. (Dü)

1970:
Einstellung der Blei- und Silbergewinnung auf der Schmelz- und Rösthütte Oker. (Dü)

1972:
Neuregelung der Rechte aus dem Oberharzer Wasserregal.
Die Harzwasserwerke des Landes Niedersachsen erhalten die Möglichkeit Wasser aus diesem System für die überregionale Trinkwasserversorgung zu nutzen.

1973:
Einstellung des Schwerspatbergbaus im Siebertal.(Dü)

1979:
Die Anlagen des Oberharzer Wasserregals werden unter Denkmalschutz gestellt.
Die niedersächsische Landesforstverwaltung übernimmt die Unterhaltung der noch betriebenen Anlagen1980Einstellung der untertägigen Stromerzeugung

1988:
Schließung des Erzbergwerks Rammelsberg.
Der Bergbau am Rammelsberg endet nach 1000 Jahren.

1990:
Einstellung des Unterharzer Flußspatbergbaus (Gruben in Straßberg und
Rottleberode).
Einstellung des Kupferschieferbergbaus im Sangerhäuser Revier (Thomas Münzer
Schacht/Sangerhausen und Bernard-Koenen-Schacht/ Niederröblingen (Dü)

1991:
Die Harzwasserwerke werden zur Unterhaltung der Anlagen des „Kulturdenkmals Oberharzer Wasserregal“ verpflichtet.

1992:
Mit der Stillegung der Grube Hilfe Gottes endet der Bergbau im Harz. (Dü)

1996:
Privatisierung der Harzwasserwerke, Umwandlung in eine GmbH.
Die Anteile werden an 11 regionale Wasserversorger verkauft, an all diesen Gesellschaften ist die AVACON beteiligt.

2010:
Teile des Kulturdenkmals „Oberharzer Wasseregal“ werden Teil des
„UNESCO-Welterbes Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“.

2010: Welterbe-Urkunde

Quelle: http://www.bad-grund-harz.de Stand: 01.08.2010.

2016:
Die Entnahme von Trinkwasser aus den betriebenen Welterbeanlagen des Oberharzer Wasserregals wird neu geregelt. 1,3 Mio zusätzliches Wasser sollen "naturverträglich" der Oker- und Grane-Talsperrensystem zugeführt werden.
Quelle: Goslarsche Zeitung 27.07.2016.



Quellen:

(Dü): Düntgen,Christian (2000): Geschichte des Bergbaus im Harz, Universität Dortmund. pdf. [2.250 KB]

Haase, Hugo; Lampe, Wolfgang (1985):
Kunstbauten alter Wasserwirtschaft im Harz,5. Auflage,
Clausthal-Zellerfeld

Schmidt, Martin (1989): Die Wasserwirtschaft des Oberharzer Bergbaus;
Bergisch-Glattbach

Kolorierte Originalkarten von:
S.G. Rausch (1743): Universal Charta von der Clausthalischen-Altenauer Teich-Graben-Kunst.
Quelle: HSTAH BaCl Rissarchiv Nr. 1896-2.