Schäden/Veränderungen am Denkmal

Eyecatcher: Kautztaler Graben.

Teilzerstörung bei Forstarbeiten Juni 2012.

Königskopfer Graben, Zerstörung bei Bauarbeiten.

Königsköpfer Graben

Obwohl der Königsköpfer Graben erst im Herbst 2015 mit Hilfe und Wissen der HarzWasserWerke inventarisiert wurde, kam es bereits bei der Sanierung des Oderteichs zu schwerwiegenden Schäden durch Baufahrzeuge. (07.2016)

Das Trockenmauerwerk des Grabenabschnittes wurde Anfang August 2016 mit Brockengranit-Steinen wieder instandgesetzt.

Fehlschlag 98, Schulte-Stollen-Graben.

Zustand Sommer 2014.
Zustand Sommer 2014.
Zustand 08.2015.
Zustand 08.2015.

Schulte-Stollen-Graben.

Zerstörung des Fehlschlages 98 am Schulte-Stollen-Graben im August 2015.
Durch mangelnde Pflege kaum noch sichtbar, haben Unbekannte den Fehlschlag unter Wasserbausteinen beerdigt.

13 Lachter Stollen

Zustand 2013.
Zustand 2013.
Zustand 08.2015.
Zustand 08.2015.

13 Lachter Stollen.

Touristisch wertvolle, welterbegerechte Sicherung des Mundlochs oder doch nur der Verschluss einer ungeliebten Industrieruine?

Blochschleifegraben

Zustand bis mind. 2007. Bild: Schmidt, Martin (1997)
Zustand bis mind. 2007. Bild: Schmidt, Martin (1997)
Zustand 2013
Zustand 2013

Blochschleifegraben

Die bis 2007 nachzuweisende geschlossene Gefluderabdeckung wurde durch offene Gitterroste ersetzt.
Die historische Abdeckung findet sich im Bachbett der Nabe unterhalb der Gefluderbrücke an. (Bild: Eyecatcher)
Schön zersägt in handliche Stücke, die man weit in die Büsche des Nationalparks schmeißen kann.
Seinen ursprünglichen Charakter hat die Gefluderbrücke damit eingebüßt.
Unterhaltungssünden vergangener Tage?

Quelle linkes Bild:

Schmidt, Martin (1997): WasserWanderWege, Ein Führer durch das Freilichtmuseum Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal. 3. Auflage: Clausthal-Zellerfeld, Seite 75.

Mittlerer Grumbacher Graben.

Über eine lange Strecke wurde der Graben bei Forstarbeiten mit Fichtenästen und Erdreich überdeckt.
Laut Auskunft des Ministeriums Wissenschaft und Kultur (MWK), im Herbst 2015, dürfen bei Forstarbeiten maximal daumendicke Forstabfälle in den Gräben verbleiben.

grabenwaerter.de hat zum obigen Schaden folgende amtliche Rückmeldung vorliegen:

>>...auf Drängen der Stadt und des Landkreises Goslar habe man sich am 16.09.2014 zwischen MWK, Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, den Niedersächsischen Landesforsten und den örtlichen Denkmalschutzbehörden verständigt, dass aktuell anfallender Baumschnitt nicht mehr in den Gräben verbleiben solle, um das seit 2010 zum Welterbe "Oberharzer Wasserwirtschaft" gehörende Grabensystem nicht nur im Geländeprofil, sondern auch sichtbar zu erhalten. ...
Es lasse sich also festhalten, dass der seit 2007 dort lagernde Baumschnitt geduldet und der seit 2014 anfallende Baumschnitt nachweislich entfernt worden sei. ...<<
Quelle: Staatsanwaltschaft Braunschweig (01-2016) Auszug aus NZS 103 Js 48639/15.

Bei einer Begehung des beanstandeten Abschnitts im Frühjahr 2016 wurde festgestellt, dass entgegen der amtlichen Rückmeldung der nach 2014 angefallene Baumschnitt nach wie vor im Graben lagert.

Bild: Wegener, Frank (2015): Goslar
Quelle Karte: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft u. Kultur, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (2007): Antrag zur Eintragung der Oberharzer Wasserwirtschaft in die UNESCO-Welterbeliste, Erweiterung der UNESCO-Welterbestätte Erzbergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar.Hannover/Braunschweig, bearbeiteter Ausschnitt aus Anhang IV-6.

Fehlschlag Nr. 1.

Der Substanzverlust des Welterbes "Oberharzer Wasserwirtschaft".
Beilspielhaft dargestellt am Fehlschlag Nr. 1.

Quelle Bild: Haase, Hugo (1961): Kunstbauten alter Wasserwirtschaft im Oberharz. 1. Auflage: Clausthal-Zellerfeld, S 16.

Abbegraben.

Abbegraben, Zerstörung der Forstbrücken.

Fast alle diese Forstbrücken wurden seit der Einrichtung des Nationalparks Harz zerstört. So sind inzwischen alle Forstbrücken am Abbegraben, fast alle am Clausthaler Flutgraben und die den Flörichshaier Graben überquerende Brücke am Märchenweg verschwunden. Leztere wurde zurückgebaut und durch einen Steg ersetzt.
Nur am Blochschleifegraben kündet noch eine Forstbrücke von der forstwirtschaftlichen Nutzung der heutigen Nationalparkgebiete. Auch diese ist in ihrem Bestand stark gefährdet.

Die Untere Denkmalschutzbehörde schreibt dazu:
"Bei Forstbrücken aus Holz handelt es sich in der Regel um temporäre Anlagen, die ei Bedarf angelegt und zum Großteil wieder entfernt wurden, wenn sie nicht mehr erforderlich waren. Diese Objekte sind keine Baudenkmale und keine Bestandteile des Weltkulturerbes." (Untere Denkmalschutzbehörde Lk Goslar, 2016)

Quelle linkes Bild: Welke, Peter (2012): Forschungen zur Deutschen Landeskunde Band 260. Anhang Abbegraben: Leipzig.

Abbegraben.

Abbegraben, unhistorischer Betoneinbau.

Das Trockenmauerwerk wurde unhistorisch mit einer Betonabdeckung versehen. Stand: 10/2015.

Der historische Grabenbau kennt nur die Materialien Grabenerde, Holzverzug oder Trockenmauerwerk mit Rasensoden zur Dichtung der Grabenbrust.

Die Untere Denkmalschutzbehörde nimmt zu einer Fundmeldung dieses Schaden wie folgt Stellung:

>>Es gibt kleinere Grabenabschnitte in denen bereits bei der historischen Ausführung der Grabeneinfassungen "Portlandcement" zum Einsatz gekommen ist. In diesen Bereichen ist es aus denkmalrechtlicher Sicht erforderlich, dass wieder eine entsprechende Ausführung erfolgt.
Darüber hinaus kommt Beton in solchen Bereichen zum Einsatz, wo dies aus statischen oder aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich ist. Allerdings ist auch in diesen Fällen eine Abdeckung der Mauerkronen mit Rasensoden vorzusehen.
Die Zulässigkeit einer solchen Ausführung ist im Vorfeld mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen, dabei sind die zwingenden Gründe für die Verwendung von Beton detailiert darzustellen.
In dem in Rede stehenden Abschnitt am Abbegraben kommt es immer wieder zu Vandalismus-Schäden.
Inzwischen wurde das Erscheinungsbild in dem beanstandeten Abschnitt durch die Harzwasserwerke erheblich verbessert.<< (Untere Denkmalschutzbehörde Lk Goslar, 16.03.2016)

Oberer Schalker Graben.

Oberer Schalker Graben.

Zerstörung am Oberen Schalker Graben in der Nähe des Kreuzecks im Herbst 2014.
Immer wieder kommt es zu Grabenzerstörungen durch den Einsatz von schweren Maschinen (Harvester/Forwarder) an den Welterbebestandteilen.
Hier ist der Harvester oder Forwarder über das die Straße unterquerende Rohr gefahren und hat den Auslauf des Rohres begraben. Die Fahrspur zieht sich innerhalb der 65m Schutzzone in Richtung Campingplatz.
Laut Aussage des Niedersächsischen Ministeriums Wissenschaft u. Kultur im Oktober 2015 sollten diese Zerstörungen nun der Vergangenheit angehören. Innerhalb der 65m Schutzzone um die Welterbebestandteile dürfen diese Maschinen nicht mehr eingesetzt werden.

Oberer Hüttschentaler Graben.

Oberer Hüttschentaler Graben.

Das Bild zeigt die Zerstörung des Oberen Hüttschentaler Grabens durch Forstarbeiten im August 2014.
Die "begradigte" Fläche in der Mitte des Bildes war einmal der Graben. "Denkmalschutz" der forstwirtschaftlich Tätigen.

Quelle: Becker, Christian (2014): Webseite http://www.becker-clz.de/ Stand 07.11.2015.